Bereits am 1. Mai begann die Forschungsarbeit am Christian Doppler Labor an der Universität für Bodenkultur. Zwei Monate später wurde das neue Forschungslabor für anwendungsorientierte Grundlagenforschung nun auch der Öffentlichkeit vorgestellt.
An der Eröffnung nahmen unter anderem teil: Wissenschaftsministerin Beatrix Karl, Staatssekretärin Christine Marek, der Präsident der Christian Doppler Forschungsgesellschaft Reinhart Kögerler, via donau Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler, BOKU- Rektor Martin Gerzabek und der Laborleiter des Christian Doppler Forschungslabors Helmut Habersack.
Kernkompetenz im ökologischen Wasserbau ausbauen
via donau nimmt im internationalen Vergleich bei der Umsetzung ökologischer Wasserbauprojekte eine Vorreiterrolle ein: Ökologische Wasserbauprojekte wurden bereits in der Wachau und flussabwärts von Wien durchgeführt. Weitere Projekte, wie die Entfernung bestehender Uferbefestigungen oder die Wiedervernetzung von abgeschnittenen Nebenarmen mit der Donau, sind geplant. Mit Unterstützung durch die anwendungsorientierte Grundlagenforschung im Christian Doppler Labor sollen diese Wasserbauprojekte weiter verbessert und nachhaltig gesichert werden. „Wir wollen mit der Mitwirkung an innovativen Forschungsvorhaben unsere Kernkompetenz im ökologischen Wasserbau weiter ausbauen. Und damit auch einen wesentlichen Input für die Erhaltungs- und Entwicklungsarbeit an der Donau erreichen,“ so via donau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler.
Stärkung der wissenschaftlichen Basis
Das Christian Doppler Labor „Innovative Methoden in Fließgewässermonitoring, Modellierung und Flussbau“ wird in drei Modulen über eine Laufzeit von sieben Jahren durchgeführt. Zu Beginn der Forschungsarbeiten kommen innovative Messverfahren zur Erhebung von Strömungsverhältnissen und Sedimentbewegungen in der Donau selbst, in Uferbereichen und Nebengewässern der Donau zur Anwendung. Auf dieser Grundlage werden aussagekräftige Computermodelle erstellt. Die Modelle können die hoch dynamischen Abflussverhältnisse der Donau simulieren und die Bewegung der Sedimente an der Flusssohle und in den Uferbereichen in verschiedenen Szenarien darstellen. Damit wird die wissenschaftliche Basis für ein nachhaltiges Wasserstraßenmanagement an der Donau weiter gestärkt. Dabei sind außerdem genauere Aussagen über die Auswirkungen von innovativen flussbaulichen Maßnahmen auf Ökologie, Schifffahrt und den Hochwasserschutz möglich.
Forschungsprogramm ist über sieben Jahre gesichert
Christian Doppler Labors werden an Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft für maximal sieben Jahre eingerichtet. Im Christian Doppler Labor „Innovative Methoden in Fließgewässermonitoring, Modellierung und Flussbau“ übernimmt via donau etwa die Hälfte der Finanzierung. Die Firma UWITEC, ein Unternehmen für Umwelt und Wissenschaftstechnik, führt im Rahmen des Forschungsprogramms Probeentnahmen an der Donau durch und beteiligt sich mit rund 5 Prozent an der Finanzierung.
Mehr dazu in der aktuellen OTS-Aussendung der Wissenschaftsministerin » "Beatrix Karl: Kooperationen sind wichtiger Bestandteil von Innovationen"
Kontakt
Universität für Bodenkultur
Univ. Prof. DI Dr. Helmut Habersack
Muthgasse 107
1190 Wien
» cdlabor_imfluss boku.ac.at
» http://cdlabor-imfluss.boku.ac.at
via donau – Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH
Mag. Eva Michlits
Donau-City-Straße 1
1220 Wien
» presse via-donau.org
» www.via-donau.org » www.donauschifffahrt.info
Europas modernste Wasserstraßen- gesellschaft – Aufgaben, Ziele und Projekte
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Flussbauliches Gesamtprojekt Donau östlich von Wien
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